wer bin ich?

 

 

Wir kamen zu zwei unterschiedlichen Aussagen: Wir sind Welt und wir sind nicht Welt. Wir sind THING und wir sind NO-THING. Wir sind die zehntausend Dinge innerhalb der Polarität (+1 und -1 = 0!) und wir sind das, in dem diese zehntausend Dinge erscheinen (0).

In der Darstellung oben stehen die Null an der Spitze des Dreiecks für NO-THING und Plus und Minus für THING bzw. die zehntausend Dinge innerhalb der Polarität. Dieses Dreieck gibt es auch in der gestürzten Form:

Wenn ich beide hier dargestellten Dreiecke verwende, so soll so etwas wie Bewegung dargestellt sein: Von NO-THING zu THING bzw. von THING zu NO-THING. Die ineinander gestellten Dreiecke sind allgemein bekannt als das Siegel des Salomon:

Wir alle kennen das Tai Chi-Zeichen, das in einer sehr dynamischen Form Ähnliches ausdrücken will wie das Siegel des Salomon. Hierbei steht Yin für THING, für Welt, und Yang für NO-THING, für nicht von der Welt.

 

Jesus sagt in Joh. 8,23: "... ihr seid von dieser Welt, ich aber bin nicht von dieser Welt ..." Er verweist damit auf die beiden Aspekte ein und desselben Ganzen. Das, wofür das Siegel des Salomon oder das Tai Chi-Zeichen steht, ist als Einheit nicht zu trennen. Insofern treffen für die Menschen, zu denen Jesus spricht, genau so beide Aspekte zu wie für Jesus selbst. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass Jesus sich dieser Tatsache bewusst ist, und die Menschen um ihn herum nicht. Der Unterschied ist winzigklein und gleichzeitig riesengroß.

Aus dem Yi Jing kennen wir Yang und Yin als ungeteilte und als geteilte Linie. Das Ungeteilte steht für das Grenzenlose, Formlose, das Geteilte für die zehntausend Dinge innerhalb der Polarität. Ich habe sie in dem folgenden Symbol, anders als im Yi Jing üblich, nicht parallel, sondern über Kreuz angeordnet. Damit will ausgedrückt werden, dass unser Leben scheinbar wie eine Reise durch die sogenannte Zeit (die horizontale Linie) ist. Das was wir sind, ist  jedoch die vertikale Linie, die die horizontale Linie kreuzt, wie das Tony Parsons einmal sinngemäß gesagt hat.

Fügen wir Welt und Nicht-Welt mit einem Kreis als Symbol für die Einheit beider Aspekte zusammen, erhalten wir dieses Bild:

Wer bin ich also? Wenn ich mir diese Frage vorlege, kann ich nur zu folgendem Ergebnis kommen: Ich bin von dieser Welt und bin gleichzeitig nicht von ihr. Solange dies jedoch nur ein logischer Schluss bleibt, glaube ich in Wahrheit immer noch, der zu sein, für den ich mich immer gehalten habe.


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